Welpen aus dem Ausland

Überwiegend aus dem östlichen Ausland werden Welpen häufig unter nicht artgerechten Verhältnissen gezüchtet. Die Tiere werden viel zu früh von dem Muttertier getrennt. Oft haben die Welpen schon im Mutterleib Mangelerscheinungen, da den Hündinnen von Wurf zu Wurf keine Pause gegönnt wird.

Ein Tier aus einer derartigen Zucht übersteht, trotz aller ärztlichen Kunst, oft nicht das erste Lebensjahr. Wenn ja, ist in den meisten Fällen mit ständigen lebenslangen Tierarztbesuchen zu rechnen. Durch die frühe Wegnahme der Welpen von den Muttertieren fehlt den Hunden die Muttermilch, und sie können somit keine gesunde Darmflora und kein stabiles Immunsystem aufbauen. Ein geschwächtes Immunsystem ist Ursache für spätere Allergien.

Man sollte an dieser Stelle an die Hündinnen denken, die als reine Gebärmaschinen missbraucht werden. Sie bekommen keine ärztliche Hilfe. Auch sollte man hier in Deutschland keinen einzelnen Welpen auf eine Zeitungsanzeige hin kaufen.

Der oft sehr günstige Preis, im Vergleich zum seriösen Züchter, verrät alles über die Herkunft des Hundes. Jeder, der einen Hund anschaffen möchte, sollte sich bei den jeweiligen rassenabhängigen Zuchtverbänden nach seriösen Züchtern erkundigen. Vorsicht ist auch geboten bei Welpen von Straßenhunden aus südlichen Ländern. Oft werden bei uns Krankheiten eingeschleppt, die es bisher bei uns nicht gab. Es müssen Wege gefunden werden, den Tieren in den jeweiligen Ländern vor Ort zu helfen. Allerdings ist dies keine einfache Aufgabe und braucht zur Lösung viele ehrenamtliche Initiativen. Tierärzten und Helfern, die diese Aufgabe versuchen zu lösen, können wir nur unseren Dank aussprechen.

Text: Detlev Wentzel, Steinenbronn