Ältere Menschen und Hunde

Für den älteren Menschen, der oft auch alleine lebt, hat die Haltung eines Hundes eine große Bedeutung. Für ihn ist er Ansprechpartner und Aufgabe, denn der Hund muss versorgt werden. Futter richten, Gassigehen, Fellpflege, und auch mal ein notwendiger Tierarztbesuch.

Im Alter ist dies nicht immer täglich zu leisten. Daher sollte es Initiativen von jüngeren Tierfreunden geben, die, wenn es eng wird, einspringen können. In größeren Städten gründen sich immer mehr Gruppen, die in solchen Situationen aushelfen können. Somit ist für eine zeitweise Versorgung, je nach Bedarf gesorgt. So wird dem Menschen und dem Hund geholfen. Die Hunde können bei ihren Besitzern bleiben und müssen nicht in die ohnehin überfüllten Tierheime.

Wie wichtig die Hundehaltung für die älteren Personen ist, zeigen Statistiken, nach denen Herzinfarktpatienten mit Hund länger lebten, als jene ohne. Bei angenehmen Aktionen, wie das Streicheln des Hundes, werden Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet. Dies entspannt Herz und Kreislauf.

Der Spaziergang mit dem Hund hält Knie und Hüften in Bewegung. Ohne Hunde würden viele auf die Runde in der frischen Luft verzichten, und den Beschwerden nachgeben.Durch den Hund kommt es auf dem Spaziergang eher zu sozialen Kontakten mit anderen Leuten. Man kommt viel eher ins Gespräch, ohne Hund dagegen eher selten oder nie. Menschen beurteilen uns nach Äußerlichkeiten, der Hund wertet nicht und findet seinen Menschen toll. Weiterhin vermittelt er ihm die Tatsache gebraucht zu werden. Die emotionale Hund-Mensch Beziehung erzeugt positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Der Hund als emotionaler Puffer zeigt Wirkung bei vielen Krankheiten von Bluthochdruck bis zu Krebs.

Veröffentlicht auch im Amtsblatt Steinenbronn: KW 48-14, Text: Detlev Wentzel, Steinenbronn