Therapiehunde

Hunde schenken Wärme und Zuneigung. In der Sozialbetreuung können sie deshalb eine wichtige Rolle übernehmen. Bei einer Therapiehunde-Ausbildung werden die Hunde mit allem vertraut gemacht, was ihnen bei der späteren Arbeit begegnen könnte. Sie lernen sich von fremden Personen am gesamten Körper berühren zu lassen, an der Leine gehalten zu werden ohne zu ziehen oder zu bellen. Krücken,Rollstühle, zuschlagende Türen, plötzliche Schreie von Patienten, glatte Krankenhausböden, ungewöhnliche Bewegungsmuster von Menschen, alles dieses darf keine Probleme bereiten. Die Einsatzbereiche der Therapiehunde sind Altenheime, Krankenhäuser, Rehakliniken oder bei Patienten zu Hause. Es handelt sich bei der Tätigkeit der Hundehalter mit ihren Hunden um ehrenamtliche Einsätze.
Die Therapiehunde schenken Zuneigung und körperliche Nähe. Der Hund therapiert nicht, aber er schafft eine Brücke, so dass sich der Patient öffnet und der Therapeut eher etwas bewirken kann. Eine verkrampfte Hand öffnet sich, ein unruhiges Atmen wird regelmäßiger, Patienten beruhigen sich und sind weniger depressiv. Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Arbeit mit traumatisierten Kindern. Über den Hund als Vermittler kann der Therapeut mit den Kindern sprechen, was ohne Hund oft nicht möglich ist. Es sind noch unzählige Einsatzbereiche gegeben, die an dieser Stelle nicht alle erwähnt werden können.

Eine logische Folgerung wäre, dass die Therapie mit der Hilfe von Hundennoch mehr Anerkennung findet. Vor allem, dass auch von Seiten der Krankenkassen, ähnlich wie bei einer Reittherapie, eine Förderung erfolgt.

Dieses Ziel ist sicher noch ein weiter Weg.

Veröffentlicht auch im Amtsblatt Steinenbronn: KW 50-14, Text: Detlev Wentzel, Steinenbronn